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Jahreswechsel





Die Region MainSteigerwald e.V. wünscht Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel. Ende des Jahres steht zudem ein Personalwechsel in der Geschäftsstelle MainSteigerwald an. Zurzeit läuft die Nachbesetzung der Stelle.

Geschäftsführer Sebastian Restetzki bedankt sich bei allen Mitgliedern und Unterstützern für die gute Zusammenarbeit in den letzten sieben Jahren.









Temperierung der Gebäudehülle nach Großeschmidt



Öffentlicher Vortrag und Diskussion

Mit Henning Großeschmidt


Am 9. November 2017 fand der Vortrag zur Temperierung der Gebäudehülle nach Großeschmidt in Gerolzhofen statt. Insgesamt 35 Zuhörer waren der Einladung der Region MainSteigerwald in die Minnesängerstube gefolgt.

 

Henning Großeschmidt,  Restaurator für Museen und Denkmalpflege führte zunächst in die physikalischen Grundlagen seiner Temperierungstechnik ein, die die Dämmung von Massivbauhäusern und die Beheizung der Innenraumluft als grundlegenden Irrweg sieht. Denn seit den siebziger Jahren wird erfolglos versucht, in Gebäuden mit Heizkörperheizung Heizenergie durch Dämmung der Gebäudehülle zu sparen. Als Folge der warmen Raumluft entsteht die Feuchtigkeitsaufnahme aus der Innenraumluft an allen Wandflächen, die kälter als die geheizte Raumluft bleiben. Die Wände werden feucht und verringern ihre Dämmfähigkeit. Zudem wird die Wärme beim Lüften aus dem Fenster geblasen und durch die Aufheizung einzelner Luftmassen entsteht ein Luftzug, der die Bewohner kühlt und Staubpartikel verteilt.

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Nach Großeschmidt macht es mehr Sinn, sich an die antiken Heiztechniken der Römer zu erinnern, die durch warme Luft sowohl Boden als auch Wände ihrer Badehäuser und später Wohnhäuser temperiert haben. Übertragen auf die heutigen Gebäude bedeutet dies, durch zwei Heizrohre an der Innenseite der Außenwände der gesamten Gebäudehülle gleichwarme Oberflächen im Gebäudeinneren zu schaffen. Dadurch werden feuchte Wände trocken gelegt und gehalten und die Dämmfähigkeit des massiven Mauerwerks erhöht. Durch die Abstrahlung der Wärme auch nach Innen werden die Räume behaglich warm, ohne die Luft aufzuwirbeln. Das Heizmedium ist demnach nicht die Luft, sondern das Mauerwerk selbst. Insgesamt kann die Technik die Folgen des Raumluft-Heizens bekämpfen: keine Staubumwälzung, keine Kondensation an den Wänden und somit kein Schimmelbefall. Zudem ist bei der Temperierung kein zusätzliches Dämmmaterial aus Styropor oder anderen Kunststoffen notwendig. Und schließlich kann die Technik in jedes Gebäude nachträglich eingebaut und verputzt werden und ist auch für denkmalgeschützte Gebäude in Massivbauweise oder Fachwerk interessant. Im Anschluss an den Vortrag stand Herr Großeschmidt noch für die zahlreichen Fragen der Zuhörer bereit.

Dieser Vortrag ist bereits der fünfte im Rahmen der Inforeihe Bauen und Innenentwicklung der Region MainSteigerwald. Die anderen Themen waren Wertermittlung bei Grundstücken, Sanierung eines Leerstandes, Energieausweis und Barrierefreiheit bei Gebäuden. Mit den Veranstaltungen wird über Themen der Innenentwicklung und Energie informiert, um Leerständen und einer Verödung der Ortskerne entgegenzuwirken.

 







Förderung bis 2019 bewilligt


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In der Bürgermeisterrunde MainSteigerwald am 07. März übergab Baudirektor Johannes Krüger vom Amt für Ländliche Entwicklung in Unterfranken den Förderbescheid 2016-2019.

Die Region MainSteigerwald wird damit auch in den nächsten Jahren dank der Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken Projekte aus dem integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept umsetzen. Die elf Gemeinden Schwanfeld, Wipfeld, Kolitzheim, Lülsfeld, Frankenwinheim, Sulzheim, Donnersdorf, Michelau, Dingolshausen, Markt Oberschwarzach, Markt Eisenheim und die zwölfte im Bunde, die Stadt Gerolzhofen, einigten sich auf eine Fortsetzung der regionalen Zusammenarbeit. Bewilligt sind bis August 2019 Fördermittel in Höhe von 78.000 Euro für die Umsetzung des regionalen Entwicklungskonzeptes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fortsetzung der Bewerbung des 2FrankenRadweges, der Verstetigung des Regionalmarktes in Gerolzhofen, der Schaffung und Verbesserung kommunaler Förderprogramme für Bau- und Erhaltungsmaßnahmen in den Altorten, der Zusammenarbeit in der Gewässerentwicklung, der Etablierung der Inforeihe Bauen und Innenentwicklung, der Verbesserung des ÖPNV in der Region sowie der Entwicklung eines regionalen Kernwegenetzkonzeptes für die Landwirtschaft. Für letzteres wurde mit der BBV-Landsiedlung aus Würzburg ein externes Büro beauftragt. Dafür fließen zusätzlich 36.000 Euro Fördermittel.

Bis Dezember 2015 sind für die projektbezogene Umsetzungsbegleitung in die Region MainSteigerwald 315.000 Euro geflossen, darin enthalten sind auch die ILEK-Erstellung und das Energiekonzept, sowie Personal- und Sachkosten für die Umsetzungsbegleitung ab September 2012. Der Zuschuss des ALE betrug dabei 220.000 Euro (rund 70%). Bis 2019 sind weitere 104.000 Euro als Kosten veranschlagt, das ALE wird davon bis zu 75% fördern.